Start Review Ausgelutschte Riffs – JACK WHITE

Ausgelutschte Riffs – JACK WHITE

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Jack White

White hat zweifellos mit einigem Einfluss an der Rockgeschichte mitgeschrieben. In jüngerer Zeit konnte man jedoch durchaus den Eindruck gewinnen, er habe seinen Zenit überschritten. Auch die nun überraschend veröffentlichte neue Single ändert daran nicht viel: ausgelutschte Riffs und (indigene?) Schlachtrufe sind wenig originell. Fans werden wahrscheinlich trotzdem niederknien.

„Battle Cry“ wurde als Soundtrack für einen Werbeclip der Sportfirma Warstick geschrieben. Miteigentümer der Bude ist, tadaaa: Jack White. Für den Zweck ist der Instrumentaltrack dann auch durchaus passend: ein eingängiges Riff, welches überdeutlich an „Zero“ von den Smashing Pumpkins erinnert und schlachtrufähnliches „Hey! Hey! Hey! Hey! Hey!“ – Gebrüll passt zu modernen, sportlichen Gladiatoren.

Fragt sich nur, wer den zum Record-Store Day 2017 als limitierte, goldene 7-inch veröffentlichten Song mehr als einmal hören soll. Die hartgesottenen Fans vielleicht. Immerhin soll ein Teil des Verkaufserlöses an das Native Wellness Institut gehen und somit den indigenen Nordamerikas zugutekommen. Das ist löblich und ein guter Grund, über den musikalisch langweiligen Inhalt hinwegzusehen und das schicke Vinyl trotzdem zu kaufen.

5/10

Kaspar Hunziker

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