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Die traurigsten Singer/Songwriter aller Zeiten und wie sie viel zu früh verstorben sind

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Heute: Jason Molina, 1973 – 2013

“It’s easier when I just admit
Death comes now
And the next minute
the next minute

the next minute

the next minute”

-”It’s Easier Now”, Jason Molina, 2006

Mitte der Neunziger, als Künstler wie Will Oldham, Whiskeytown oder Lambchop damit begannen, dem Alternative Country eine dunkelblaue Note zu verpassen, unterschrieb Jason Molina seinen ersten Plattenvertrag. Mit seinem Projekt Songs: Ohia landete er bei Palace Music von Oldham, jenem Mann, der später unter anderem auch als Bonnie “Prince” Billy einige der grossartigsten Alben des Genres aufnehmen würde. Fortan veröffentlichte Molina Musik unter jenem Pseudonym, unter eigenem Namen oder mit der Band Magnolica Electric Co. – und klang dabei stets so zärtlich und zerbrechlich, als würden die Lieber noch zerbrechen, ehe sie den Weg ins Herz gefunden haben. Denn dorthin zielte Molinas Americana, der irgendwo zwischen Mondschein und Abschied seine Heimat suchte und doch nie fand.

Im Herbst 2009 hätte Jason Molina gemeinsam mit Kollege Will Johnson auf Tour gehen sollen. Diese wurde jedoch aufgrund gesundheitlicher Probleme des Sängers aus Ohio abgesagt. Zu diesem Zeitpunkt kämpfte Molina schon seit Jahren mit einer Alkoholsucht, Entzugsversuche blieben vergeblich. Und so verstarb Molina am 16. März 2013 im Alter von 39 Jahren an den Folgen der Trinkerei aufgrund von Organversagen.

Im Mai diesen Jahres soll seine Biografie “Riding with the Ghost” erscheinen. Bis es soweit ist: Kerzen anzünden, Play drücken und einer der schwermütigsten Stimmen der vergangenen Jahre lauschen.

Michael Rechsteiner

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